Am Bahnhof Zoo wartet mein Freund Peer auf mich. Wir steigen ins Auto, er dreht den Zündschlüssel im Schloss - nichts. Nada, zero, zilch. Eben noch ganz normal gefahren und jetzt tot, die Karre. Unnötig zu erwähnen, dass der Golf an einer Stelle parkt, wo man, wenn überhaupt, nur ganz kurz parken sollte. Also ist erstmal Schieben angesagt.
Ein eilig herbeitelefonierter Bekannter kommt mit seinem Scirocco (sic), um uns abzuschleppen. (Immerhin haben wir ein Abschleppseil dabei.) 10 Minuten später hält er plötzlich an, weil jetzt seine Karre verreckt. Ist heiss geworden und springt nun nicht mehr an. Super. Unnötig zu erwähnen, dass wir jetzt an einer Stelle stehen, wo man überhaupt nicht halten sollte. Einer Eingebung folgend tauschen wir die Batterien der beiden Autos, mitten im Berliner Feierabendverkehr, und siehe da, es kann weitergehen.
Die freundliche Werkstatt in Kreuzberg stellt die Diagnosen:
- kaputte Kraftstoffpumpe (Golf)
- leere Batterie (Scirocco)
OK, eine funktionierende Batterie haben wir ja. Den Golf also dagelassen und dem hilfsbereiten Bekannten den Scirocco abgeschwatzt. Wir haben mittlerweile 4 Stunden verloren.
(Hinzukommt, dass der gute Peer zuhause eine hochschwangere Freundin hat, deren Niederkunft wenige Tage bevorsteht…)
Am Abend holt mich ein alter Freund zum Essen ab. Vorher müssen wir noch ganz kurz mal in einen Laden am Oranienplatz, wo er ein paar Lampen hinbringen will.
(Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht: pelle mia in der Naunynstrasse hat schöne bunte vor Ort handgefertigte truck bags aus LKW-Planen und Luftmatratzen.)

Als wir wieder ins Auto steigen wollen, stellen wir fest, dass der vordere rechte Reifen platt ist.
Unter Flüchen räumen wir den Laderaum des Kleinst-Transporters aus, um an Wagenheber, Radkreuz und Reserverad zu gelangen.
Die Pizza bei Ze Peppe war dann aber wirklich gut.
Nachtrag: am nächsten Morgen hatte der Kreuzberger KFZ-Meister eine neue Kraftstoffpumpe eingebaut. Sehr guter Service.
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