Archiv für den Monat: September 2006

aus der Reihe: „Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich …“

Bei Telepolis gibt es einen deutlichen Artikel zu dem neuen US-Gesetz „Military Commissions Act of 2006“, das den Umgang mit verdächtigen Terroristen und die Einsetzung von Militärgerichten regelt.

Da bleibt einem echt die Spucke weg. Vor allem, wenn man sieht, dass auch 12 demokratische Senatoren im Repräsentantenhaus für das Gesetz gestimmt haben. Der Gipfel ist jedoch, „dass der Kongress rückwirkend Folter und Misshandlungen von Gefangenen, die vor Ende 2005 festgenommen wurden, für straffrei erklärt.“

Ohne Worte.

„How dare you say Islam is a violent religion? I’ll kill you for it“

In der online-Ausgabe der Washington Post schreibt ein gewisser Mr. Krauthammer über die Humorlosigkeit von Islamisten und anderen religiösen Fanatikern:

Religious fanatics, regardless of what name they give their jealous god, invariably have one thing in common: no sense of humor.

Es folgt ein Abriss der neuesten Empörung über angeblich Islam-feindliche Äusserungen, diesmal des Papstes:

The pope makes a reference to a 14th-century Byzantine emperor’s remark about Islam imposing itself by the sword, and to protest this linking of Islam and violence:
· In the West Bank and Gaza, Muslims attack seven churches.
· In London, the ever-dependable radical Anjem Choudary tells demonstrators at Westminster Cathedral that the pope is now condemned to death.
· In Mogadishu, Somali religious leader Abubukar Hassan Malin calls on Muslims to „hunt down“ the pope. The pope not being quite at hand, they do the next best thing: shoot dead, execution-style, an Italian nun who worked in a children’s hospital.

Mr. Krauthammer kommt zu dem Schluss, dass Sensibiltät gegenüber religiösen Gefühlen heutzutage eine Einbahnstrasse ist:

In today’s world, religious sensitivity is a one-way street. The rules of the road are enforced by Islamic mobs and abjectly followed by Western media, politicians and religious leaders.

Mich stört schon lange die Eilfertigkeit westlicher Politiker, mit der sie sich für alles, was irgendwie Islam-kritisch ist, manchmal schon in vorauseilendem Gehorsam, entschuldigen. Mich empört die Dreistigkeit islamischer Religionsführer, wenn sie, das Schwert in der Hand, von der Verletzung reiligiöser Gefühle durch „Affen und Schweine“ (Sheik ‚Atiyyah Saqr) schwafeln und im gleichen Atemzug deren Tod fordern. Warum beziehen unsere Volksvertreter nicht eindeutig und unmissverständlich Stellung gegen solche Barbarei? Wieso entschuldigt sich der Papst für seine Äußerungen? Und weiter, warum machen wir Geschäfte mit Regimen, die Dieben die Hände abhacken lassen, in denen öffentliche Enthauptungen an der Tagesordnung sind und in denen die Rechte von Frauen mit Füßen getreten werden? Haben wir das nötig?