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Ich muss zugeben, das Mandolinenspiel von Chris Thile (s. die letzten beiden Beiträge) hat mich ungemein gefesselt – so sehr, dass ich heute losgezogen bin, eine Mandoline zu erwerben.
Natürlich habe ich mich vorher ausgiebig im Netz bei den üblichen Verdächtigen informiert. Ein F-Modell soll es sein, dieses Archtop-artige Design mit der Schnecke am oberen Cutaway. Davon gibt es aber leider gar nicht so viele bezahlbare. Die Firma Johnson (China) baut ja seit einiger Zeit ganz vernünftige Instrumente und hat auch eine F-Mandoline im Programm. Die aber leider nicht in Deutschland erhältlich ist. Der Markt gibt hierzulande wohl nicht so viel her. Thomann hat nur teurere Modelle im Programm, oberhalb meines 300 Euro-Limits. Bei eBay gibt’s so gut wie gar nichts (abgesehen von dieser einen, die ich euch natürlich nicht verraten werde, die aber wahrscheinlich auch oberhalb meiner Schallgrenze liegen wird).
Also bin ich heute mal zum Instrumentenladen in der Nachbarschaft gefahren, die haben ja immer auch ’ne Menge Saiteninstrumente. Allerdings zur Zeit keine Mandolinen. Der freundliche Herr Verkäufer und Gitarrenbauer (Klaus?) war aber so nett, mal ein bisschen in seinem Händler-Katalog-Archiv zu wühlen, während ich mich mit einigen Ukulelen vergnügte (Stimmung a‘ d f# h, von den Intervallen her wie die oberen vier Gitarrensaiten, abgesehen von der oktavierten 4. Saite).


Tja, und dann kam er mit einer (natürlich chinesischen) F-Mandoline der Firma Kirkland an, sunburst mit massiver Fichtendecke, für schlappe 270 Euros. Also im Katalog natürlich. Da er mir vorher, als wir uns über die Preise und die Qualität bei den chinesischen Gitarren unterhalten hatten, erzählt hatte, dass er alle, auch die günstigen, Instrumente selber einstellt (Saitenlage, Bünde, Stahlstab), fiel es mir leicht, dem Impuls nachzugeben. Unbesehen bestellt.

Zuhause angekommen habe ich als erstes Tante Google mit der Buchstabenfolge „kirkland mandoline“ gefüttert. Und was muss ich feststellen? Ein Versandhändler, dessen Webseite ich in meinen Bookmarks führe, hat genau dieses Modell im Programm. Für 230 Euro plus Versand. Ein anderer Händler in Berlin hat sie sogar für 220. Macht nix, dafür bekomme ich ein gut eingestelltes Instrument bei einem sympathischen Menschen, der davon leben will. Das ist mir doch locker 50 Euro wert. Einen Kontakt zu einem Mandolinen-Lehrer hat er mir auch noch vermittelt. Und nächste Woche soll sie schon da sein. Stay tuned.

Mit was für einem Plec spielt man eigentlich Mandoline?

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