sticky neck syndrome

Man muss offensiv damit umgehen, es nützt niemandem, wenn solche Symptome totgeschwiegen werden: meine tolle Gibson J-45 hat das sticky neck syndrome (SNS). Von Anfang an gehabt, ich wollte es nur nicht wahrnehmen. Wahrscheinlich war ich durch den betörenden Sound geblendet, als ich sie unter einem halben Dutzend anderer J-45 ausgesucht habe.

SNS manifestiert sich durch einen stumpfen, leicht klebrigen Belag, der sich nach wenigen Minuten des Spielens auf der Rückseite des Halses bildet und der ein wirklich komfortables Spielen unmöglich macht. Die Bewegung der Hand wird manchmal regelrecht gebremst. Fühlt sich scheisse an und sieht auch scheisse aus, um es zusammenzufassen.

Amerikanische Foren sind sich noch uneinig über die korrekte Behandlung des SNS. Die Empfehlungen gehen von diversen Tinkturen, Öl- oder Silikonhaltig, über Feuerzeugbenzin, Naphtalin und Carnaubawachs bis hin zu drastischeren Maßnahmen wie das Abreiben mit 0000er Stahlwolle. Die „Krönung“ ist dann das komplette Entlacken des Halses.

Meine eigenen Behandlungsversuche bisher bestanden in einfachem Abwischen mit Microfasertuch sowie dem Auftragen von bzw. Abwischen mit „X4-OXI“ Instrumenten-Reiniger. All to no avail, wie der Angelsachse sagt.

Mein nächster Schritt wird nun das Behandeln des Halses mit Micro-Mesh® sein, einem Schleifleinen mit sehr feiner Körnung (1500 bis 12000), das in einem widerum amerikanischen Forum als „ultimate cure“ angepriesen wird. Das Zeug gibt’s über amazon zu kaufen. Ich werde berichten, ob’s geholfen hat.

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