Archiv für den Monat: Dezember 2013

Irish gal

F35#3

Es hat mir keine Ruhe gelassen. Dieser Eindruck beim letzten Besuch bei Rudi, die Collings war schon ausgewählt, als ich 10 Minuten mit einer Lowden S-25 verbracht habe.
So habe ich nächtelang im Netz nach für mich passenden (=bezahlbaren) Lowden-Gitarren recherchiert. TFOA hat ja eine Riesen-Auswahl, aber da war nichts für mich dabei (zu teuer, nicht die richtigen Hölzer).
Fündig geworden bin ich bei einem anderen holländischen Händler, der auch ein großes Lowden-Sortiment hat. Der Wil (Inhaber von Diamond Guitars) hat in seinem schönen Einfamilienhäuschen in einem gottverlassenen Kaff kurz hinter der Grenze einen kleinen Anbau mit reichlich lekkeren Gitarren. Außerdem ist er ein sehr netter Kerl. Bei Kaffee und Schnittchen konnte ich in aller Ruhe die umfangreiche Lowden-Sammlung durchprobieren.
Diese ist es am Ende geworden:

F35

Das ist eine 6 Jahre alte F 35, Decke aus Zeder, Korpus aus indischem Palisander. Sie klingt transparent und filigran und hat ein sehr schönes Sustain. Nicht umsonst werden Lowdens oft auf DADGAD gestimmt, da kommt der orchestrale Klang sehr gut zur Geltung. Strumming geht auch, hat dann aber nicht diese Dichte, die die Collings und noch mehr die Gibson bietet.

F35#2
Ich bin im Moment noch in der Gewöhnungsphase an diese Gitarre. Das Griffbrett und der Saitenabstand am Steg sind etwas breiter, und der Korpus ist dicker als bei einer OM.  Die Gitarre ist auch dynamischer, für einen gleichmäßigen Klang muss man sich mehr anstrengen. So ist der erste Griff nach der Arbeit oder Sonntag morgens der zur Collings. Diese liegt mir irgendwie mehr, vom Handling her und vor allem vom Sound. Möglich, dass das irische Mädchen irgendwann wieder geht. Eine Mahagoni-OM könnt‘ mir noch gefallen…

F35#4

[Update] Ich habe die Lowden gegen eine sehr gute Konzertgitarre getauscht.