Santa Cruz OM/PW M

An dieser klassischen Schönheit konnte ich neulich nicht vorbeigehen. Eine Santa Cruz OM/PW M(ahagoni) von 2005. Obwohl sie eine Macke im Lack auf der Decke hat, war der Preis heiß 😉 Hingefahren, halbe Stunde gespielt, passt.

Santa Cruz OM/PW M

Da ich schon eine OM aus Palisander habe, hat mich interessiert, wie so eine Gitarre klingt, wenn der Korpus aus Mahagoni ist. Der Rest entspricht im Wesentlichen den Specs meiner Collings OM-2H (Sitka-Decke, Mahagoni-Hals, Ebenholz-Griffbrett und -Steg), sieht man mal von rein optischen Merkmalen ab (SCGC: einfaches schwarzes Binding am Korpus, Ebenholz-Binding am Griffbrett, Collings: Herringbone-Binding am Korpus, kein Binding am Griffbrett; kein backstrip bei der Santa Cruz; headplate SCGC: Palisander, Collings Ebenholz).

Vom Handling her ist die Gitarre traumhaft, der Hals ist minimal dicker als der der Collings, hat aber auch dieses leichte „V“ im Profil, das ich sehr mag.

Der Klangunterschied zur Collings OM-2H ist ziemlich deutlich. Erstmal ist die Gitarre leiser, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Dann klingt sie runder, kompakter, nicht so luftig wie die Collings. Höhen sind natürlich trotzdem reichlich vorhanden, es sind diese feinen Höhen, ich kann es nicht anders ausdrücken, die mir bei Gitarren dieser Provenienz schon mehrfach aufgefallen sind.

Gleichzeitig ist der Sound schön trocken, wie man das von Mahagonigitarren kennt. Mein Klangideal ist hierbei die Vorkriegs-Martin 000-18, die Julian Lage spielt.

Der Zustand der Gitarre ist, abgesehen von der Delle im Lack, altersentsprechend gut.

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