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klassische Vibrationen

Dieser Schönheit konnte ich bei meinem Besuch in Berlin neulich nicht widerstehen:

“Stratocaster Classic Vibe 50s” heisst das Modell, und das ist nicht wörtlich zu verstehen. Es gibt kein “V”-Halsprofil, keinen 7,25″ Griffbrettradius, keinen 3-Weg-Schalter. Dafür einen Erlenkorpus, einen schmalen 1-piece maple neck im leckeren Honig-Mantel (=getönter PU-Lack), mit “C”-Profil und 9,5″ Griffbrettradius. Außerdem einen RWRP-Mittelpickup für Brummunterdrückung in den Knopfler-Positionen, die dank des 5-Weg-Schalters einfach einzustellen sind. Im Original dann dieses golden eloxierte, gebürstete Alu-Schlagbrett, das mir doch etwas zu over the top ist.

original

Tortoise-Schlagbrett drauf, Tex-Mex-Pickups rein (obwohl die originalen auch nicht schlecht sind), Earvana-Sattel drauf, fertig.

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Die Verarbeitung dieser in China gebauten Gitarre ist ziemlich perfekt, selbst mit kritischem Auge findet man keinen Makel. Das Spielgefühl ist Strat pur, der Sound ebenso. Ich überlege ernsthaft, auch noch das 60s-Modell zu kaufen (Erle, 3-tone sunburst, maple/rosewood neck, tortoise pickguard), für den gleichen günstigen Preis.

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Earvana

Jeder Gitarrist kennt das Problem: wenn die Gitarre nach einem Akkord, sagen wir E-Dur, gestimmt wird, klingen andere Akkorde, etwa C-Dur fürchterlich verstimmt. Es ist so, dass generell die gegriffenen Töne, verglichen mit den Leersaiten, im Verhältnis zu hoch klingen. Dieselben Gesetze, die eine Korrektur der Mensur am Steg erforderlich machen, gelten eben auch am Sattel. (Wikipedia-Eintrag hierzu)

Seit längerem gibt es Versuche, dies bei Gitarren auszugleichen. Ein bekanntes System ist das von Buzz Feiten, das einen fachkundigen Umbau und ein verändertes Stimmverfahren erfordert. (Wikipedia-Eintrag)

Bei meiner Art & Lutherie Parlor habe ich eine primitive, wenn auch unzureichende Lösung gefunden.

Eine einfachere Variante ist der Earvana-Sattel, den ich trotz des horrenden Preises für zwei Stück Plastik auf meine Strat montiert habe. Der Einbau erforderte einiges an Anpassung mit Schleifpapier, bis das Teil die richtige Breite, Tiefe und vor allem Höhe hatte. Nun sitzt er korrekt, und der Effekt ist erstaunlich. Wenn die Gitarre korrekt gestimmt ist, stimmen alle Akkorde mit Leersaiten! Unerhört!

Earvana

Hier mal ein Beispiel:

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Roadster reloaded, Pt. 2

Der alte Roadster erstrahlt in neuem Glanz:

Read all about it here.

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Squier “Strat”

Neulich “in der Bucht geschossen”:

Da ich mir kein teures Hobby leisten kann, bin ich dazu übergegangen, billige Gitarren zu sammeln und gegebenenfalls auch wieder zu verscheuern. Verlust habe ich dabei noch nie gemacht. Diesmal also eine chinesische Stratocaster-Kopie, wo immerhin Squier und irgendwo ganz klein gar Fender draufsteht. Gebraucht für 80 Euro, inklusive Versand. Welche Strat das genau sein soll, weiss ich nicht, jedenfalls hat sie die große 70er Jahre Kopfplatte und dazu ein 3-Ton Sunburst, das je nach Lichteinfall eher nach 2-Ton aussieht.

4-Punkt Halsbefestigung, Standard-Tremolo, drei Einspuler, klassische Schaltung ohne Tonregler für den Steg-PU, einlagiges Schlagbrett mit 8 Schrauben. Also ein ziemlicher Epochen-Mix, was die Zutaten angeht.

Der Hals (Ahorn/Palisander) fühlt sich für meine Hände gut an, kräftig, mit einem leichten “V”. Die Griffbrettwölbung schätze ich auf 9,5″, also runder als bei den modernen Strats aber nicht so rund wie die ganz alten. Die Mechaniken sind billigst und wurden durch Kluson-Mechaniken ersetzt. Ein paar Bünde haben Kerben, eine Neuabrichtung ist aber noch nicht nötig. Der Stahlstab funktioniert, wie er soll.

Der Korpus ist wohl aus Agathis, 3-teilig (?) und hat die eine oder andere Macke, aber das stört mich nicht. Das Tremolo ist für mich unbrauchbar, zu sehr leidet die Stimmung unter dem Gebrauch. Mir egal, ich hab nen Holzklotz dahintergeklemmt und den Hebel weggeworfen :-) . Fördert den guten Ton.

Angeblich sollten ein oder zwei Brückchen defekt sein, zwei Spritzer WD-40 haben diese “geheilt”.

Die Schaltung ist wie gesagt klassisch. Das Volume-Poti brauchte Kontaktspray. Das hintere Tonpoti habe ich zum Master-Ton umgelötet, das mittlere Poti regelt in Position 4+5 den Hals-PU direkt auf den Ausgang, so dass nun auch die Tele-artige Kombination Hals + Steg-PU möglich ist. Die Mechaniken habe ich ausgetauscht.

Ich habe zunächst den Stahlstab gespannt (er war fast ganz entspannt), die Brückchen geschmiert, die Elektrik entstaubt und schließlich 11er Saiten aufgezogen. Nun bietet die Gitarre brauchbare generische Strat-Sounds bei komfortabler Bespielbarkeit. Die Knopfler-Positionen sind brummfrei. Ich finde sie akustisch (”unplugged”) ziemlich laut und lang ausklingend.
Die Pickups sind nicht wirklich gut. Sie haben keine Stabmagnete sondern Polepieces, die von unten durch einen Barrenmagneten magnetisiert werden. So klingen sie etwas dünn. Außerdem sind sie ziemlich mikrofonisch. Schon bei Position 3 des Volumepotis auf dem heißen Kanal meines Peavey DeltaBlues 210 pfeift es höllisch. Also flugs Ersatz besorgt: Fender Tex Mex Strat-Pickups, eine günstigere Variante der bekannten Texas Specials. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch die 500kΩ-Potis gegen 250kΩ-Typen getauscht.
Eigentlich wollte ich eine Gitarre haben, auf die ich den Multibender packen kann, aber das kann noch ein bisschen warten.

[Update] Mit der Gitarre bin ich im Earvana.

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Deep Talkin’ Bass Strings

Habe heute La Bella Deep Talkin’ Bass Strings (043-060-082-104, Set 760FL) auf den Jazz Bass gezogen. Geil. Keineswegs der tote, matte Plopp-Sound, den man sich bei Flatwounds vorstellt, sondern ein klarer, runder, langanhaltender Ton. Ab jetzt bleibt mindestens einer meiner Bässe mit diesen Saiten bestückt.

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