Archiv der Kategorie: real life

La Magnanerie

2016-07-22-23-17-42

Ich habe gerade eine Woche Jazz-Gitarren-Workshop in der Provence mit Michael Sagmeister hinter mir.

Der Ort: ein altes Gehöft auf dem Land (Céze-Schlucht), das in ein Hotel umgewandelt wurde. Mehrere Gebäude, viel Platz, ein schöner Innenhof, ein Pool, relativ rustikale Zimmer. Sehr nettes Personal. Praktisch alle Aktivitäten abgesehen von Schlafen und Unterricht fanden draußen statt.

Die Teilnehmer: insgesamt 18 Gitarristen unterschiedlichen Spiel-Niveaus. Mehrere von ihnen haben schon mehrfach an dem Workshop teilgenommen, einer war schon das 9. oder 10. Mal da! Bis auf mich und zwei andere Kollegen alle mit E-Gitarre (mehrere ES 335, eine L5, eine Sadowsky, eine Eastman, 2 Ibanez George Benson GB10, eine Höfner Verythin, 3 Les Pauls, eine Tele Cabronita, der Meister selbst spielt heuer FGN). Nebst Verstärkern (mehrere AERs, div. Fender Amps, ein Henderson Jazz Amp, zwei oder drei Yamaha THRs, ein oder zwei Roland Cubes). Ich hatte meine Collings OM 2H mit, die auf die Kollegen einen Riesen-Eindruck gemacht hat. Ich hatte auch den Vorteil, draußen immer der lauteste zu sein 😉

Viele hatten ihre Partnerinnen mitgebracht, von denen einige am gleichzeitig dort stattfindenden Gesangs-Workshop teilnahmen. (Die Dozentin Antonella D’Orio ist die Partnerin von Michael Sagmeister.)

Der Dozent: Prof. Michael Sagmeister, Lehrstuhlinhaber für Jazzgitarre an der Uni Frankfurt. Seit den 70er Jahren ist er in eigenem Namen und in Kollaborationen (u.a. mit Pat Martino, Larry Coryell, Philip Catherine, Billy Cobham, Jack DeJohnette, Dave Samuels, Randy Brecker, Miroslav Vitouš, Albert Mangelsdorff, Wolfgang Dauner, Volker Kriegel, Christoph Spendel, Christof Lauer, Attila Zoller, Emil Mangelsdorff, der hr-Bigband, William Kennedy, Gerry Brown) musikalisch aktiv, tourt weltweit und produziert regelmäßig CDs. Ein Praktiker also. Dass er auch Didaktiker ist, hat er während der Woche hinreichend unter Beweis gestellt. Sein Lehrkonzept ist zwar im Prinzip aus seinen Standardwerken bekannt, aber wenn man ihm direkt gegenübersitzt und ihm zuhört, ist das doch noch eindrücklicher. Er hat es auch gut verstanden, sich auf die doch recht unterschiedlichen Niveaus der Teilnehmer einzustellen. Darüberhinaus ist er ein sehr unterhaltsamer und witziger Zeitgenosse, der haufenweise Anekdoten aus der Champions-League des Jazz erzählen kann. (“Den Al Di Meola haben wir früher immer Zentrifugen-Santana genannt.”)

Der Tagesablauf bestand aus je 2h Unterricht von 10:00 bis 12:00 und von 16:30 bis 18:30, die übrige Zeit war zur freien Verfügung, natürlich auch zum Üben und Jammen mit den Kollegen. Abends wurde meist getrunken 😉 (Man muss dazu sagen, es war recht heiß dort…)

Am letzten Abend haben wir ein kleines Konzert organisiert. Zunächst haben einige Workshop-Teilnehmer etwas vorgespielt, danach folgte ein Konzert von Michael und Antonella. Ein wunderbarer Abend!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das für mich eine tolle Woche war, in der ich viele musikalische Anregungen bekommen und einige nette Leute kennengelernt habe. Fazit: unbedingt empfehlenswert!

Info: http://www.med-music-school.com/Workshops/jazz-gitarre.html

movin‘ on

Das alte Haus ist viel zu groß für nur zwei Menschen, daher haben wir es verkauft. Zehn Jahre haben wir hier gewohnt. Nun haben wir ein anderes, kleineres gekauft. Im Sommer geht es los mit modernisieren und renovieren und umziehen. Mir graut es am meisten davor, den ganzen Kram in Kisten packen zu müssen.

life in the fast lane

Nach 8 Jahren Arcor-DSL war jetzt endlich ein Upgrade fällig. Die Leitung war zu langsam und zu teuer. Als Alt-Kunden zahlen wir immer noch um die 50 Euro/Monat für 6 MBit/s und ISDN. Mir graute ja immer davor, den Anbieter zu wechseln und dann in der Übergangsphase plötzlich ganz ohne Netzzugang dazustehen.
Dann hatten wir vorgestern mal wieder ne Postwurfsendung von unitymedia im Briefkasten. 30 Euro/Monat für 50 MBit/s (2,5 MBit/s Upstream) sowie zwei (voice over IP-)Telefonleitungen mit 3 Rufnummern. Alles über Kabel, der Anschluss könnte also auch „überlappend“ mit dem DSL-Anschluss laufen. Nach kurzer Überlegung habe ich dann am Abend den Anschluss online gebucht.
Am nächsten Morgen um 9:00 rief mich der Kundenservice von unitymedia an und fragte, ob es mir passen würde, wenn jetzt der Techniker kommen würde. Ich konnte den Termin noch auf 16:00 verschieben.
Um es kurz zu machen: gute 20 Stunden nach der Beauftragung lief der Anschluss bereits! Und zwar mit gut 45 MBit/s. Wegen der noch ausstehenden Rufnummern-Portierung kann ich über den Telefonie-Teil noch nichts sagen. Aber ich bin schon schwer beeindruckt. 45 MBit/s lassen sich auch durch simultanes Streamen von iTunes-HD-Filmen auf mehreren Rechnern und dem AppleTV nicht auslasten.

Zum Anschluss gehört eine Fritz!Box 6360 Cable mit vier GigaBit-Ethernet-Anschlüssen, schnellem WLAN, DECT und Telefonanlagen-Funktionalität, ganz ähnlich wie meine kürzlich erworbene Fritz!Box 7270. Von den Kisten kann ich bisher nur Gutes berichten.
Mal sehen, wie reibungslos die Kündigung bei Arcor (die unitymedia übernimmt) und die Rufnummernportierung klappen.

[Update]: Die Rufnummernportierung hat, wie bisher alles bei dem Verein, pünktlich und reibungslos geklappt.

Fritz!Box 7270

Ca. ein Jahr, nachdem ich meinen letzten Router gekauft habe (irgendwas von Cisco) und immernoch permanent unzufrieden war mit der Performance dieses und der vorhergehenden Router (rätselhafte Verbindungsabbrüche, Abstürze, schlechter Datendurchsatz), habe ich nun endlich die FritzBox gekauft, Modell 7270.
Das Ding hat nun alles: ADSL-Modem, Ethernet- und WLAN-Router, 4-Port 100MBit Switch, ISDN-Telefonanlage mit DECT-Basisstation und mehreren Anrufbeantwortern, analoge Telefonanschlüsse, Printer Sharing, NAS, FAX, Gastzugang, the whole package.
Da ich inzwischen auch alle Switche aus dem Heimnetz entfernt habe (von den 12 Ethernet-Dosen im Haus sind nur noch 4 aktiv, der Rest geht sowieso kabellos) und nun noch auf das bislang separate Modem verzichten kann, macht sich der Kauf durch gesparte Energiekosten auch ‚ein Stück weit‘ bezahlt. Der Router hat nämlich auch noch den sog. „Eco-Mode“, in dem die Prozessorleistung runtergefahren wird, wenn keine Verbindung anliegt.
Die Bedienung dieser zahllosen Features geschieht ganz komfortabel über eine wirklich gelungene Web-Oberfläche. Eine native Mac-App zur Bedienung ist nicht existent und auch gar nicht nötig. Die Einrichtung ist kinderleicht, es liegt ein Y-Kabel für den Anschluss an Splitter resp. ISDN-Box bei. Zusätzlich ist es möglich, Smartphones (iOS oder Android) über eine kostenlose App so in die Telefonanlage einzubinden, dass man ein oder mehrere zusätzliche Handgeräte mit der Möglichkeit der Festnetztelefonie hat. Die Anrufbeantworter verschicken bei Bedarf .wav-Files der eingegangenen Nachrichten an individuelle Email-Adressen. Remote-Zugriff ist möglich. Alles sehr komfortabel.
Im Net findet man in den Testberichten zu diesem Gerät immer wieder den schlechten Datendurchsatz erwähnt – für einen „n“-Router. Ich kann sagen, dass der Durchsatz um Längen besser ist als alles, was ich mit den letzten Routern erlebt habe (Cisco und davor lange Netgear). Das Apple TV zwei Etagen unter dem Router ist aber mit 100MBit-Kabel besser bedient…