Archiv der Kategorie: stupidity

Samstag Nacht

Die 29-jährige Frau, die ihr drittes Kind auf dem Klo bekommt. Die Schwangerschaft war von Familie, Kindsvater und der örtlichen Gynäkologenzunft unbemerkt geblieben. Kein Mutterpass, keine Ultraschalle, keine Anmeldung in irgendeiner Klinik. Das Ganze spielte sich ab im Haus ihrer Eltern, die Mutter lallend im Jogginganzug, Spritflaschen überall, volle Aschenbecher, Klamotten, Gerümpel. Das Kind gottseidank wohlauf, aber noch an der Nabelschnur und der inzwischen im Klo liegenden Plazenta hängend. Okay. keine weiteren Details.

Die Frau währenddessen unbekümmert, scham-los und un-verschämt, froh, auf diese Weise ein kostenloses Taxi in die Geburtsklinik bekommen zu haben. Die Wehen hatten 6 Stunden vorher begonnen, inzwischen war es drei Uhr morgens.  

Das über 70-jährige Ehepaar, das in einer chic eingerichteten Altbauwohnung über zwei Stockwerke wohnt, die einzig durch eine 1 m breite, steile Wendeltreppe verbunden sind. Um die Treppe zu erreichen, muss vorher ein maximal 60 cm breiter Durchgang passiert werden. Überflüssig, zu erwähnen, dass Schlaf-, Arbeits- und Badezimmer oben liegen. Und dass die Frau ein kleines kardiologisches Problem hat (um 4:30h. Beschwerdebeginn wie üblich ca. 6 Stunden vorher). Der Mann möchte, dass wir seine Frau runter tragen. Ich stelle ihn vor die Wahl: entweder sie geht selbst runter oder wir holen die Drehleiter und die Nachbarn bekommen was zu sehen. Sie geht. Immerhin: out-of-bed-time <30min.

Die besoffenen Jugendlichen, die kurz danach vor meinem (geöffneten) Fenster Furzwettbewerbe abhalten.

BP, are you listening?

Oder eher „Obama, are you listening?“

Es scheint, als gebe es mindestens zwei Experten, die eine Lösung für das 350.000-barrels-a-day-Problem zu haben glauben.

Die vorgeschlagene Lösung besteht darin, Supertanker in den Golf von Mexico zu schicken und diese das entfleuchte Öl aufsaugen, filtern und an Land bringen zu lassen, wo es dann weiterbearbeitet, zentrifugiert und generell wieder brauchbar gemacht werden kann.
Einer der Leute, die solches vorschlagen, hat Erfahrungen mit einer Ölkatastrophe ähnlichen Ausmaßes gemacht, die in den Jahren 1993 und 1994 im arabischen Golf stattgefunden hat (und über die im Westen damals nichts bekannt wurde). Es heißt, sie hätten damals 85% des Öls wieder eingefangen.

This process not only cleaned up the ocean but it saved the local environment, minimized shoreline damage, and recovered approximately 85% of the crude oil.

Nick does not know what the appropriate channels are to effectuate this process but feels, if asked, the Saudi Government may be willing to assist as he believes, that with the right calls, tankers could be on the scene in 2 days.

Das Problem ist, dass diesem Mann niemand Gehör zu schenken scheint.

WTF?

Netzsperren-Gesetz verabschiedet

Wer’s noch nicht geschnallt hatte, dass die SPD auch so ein Verein von ewiggestrigen Ignoranten ist, der weiss es jetzt. Die SPD ist für modern denkende und lebende Bürger zur Un-Partei geworden. (Dies hat sich erfreulicherweise unter anderem bei der Europawahl gezeigt.) Eine Partei, die – genau wie die CDU/CSU – Kinderpornografie schützt, indem sie den Zugang zu den entsprechenden Internetseiten blockieren, die Seiten selbst aber nicht vom Netz nehmen will. Das Ganze unter Umgehung der verfassungsmässig verankerten Gewaltenteilung. Stattdessen biedert man sich bei Figuren wie Dieter Gorny an, dem der Sabber schon eimerweise läuft, weil jetzt endlich auch Sperren gegen die bösen Filesharer möglich werden. Und dieser Würfelspitz (oder wie der heißt) hat sich neulich ja auch schon vor lauter Vorfreude verplappert, als er noch Verfassungsfeinde und Islamisten als mögliche Ziele von Netzsperren anführte.

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte.