Leleland Berlin

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Gestern abend habe ich mir mit zwei Freunden die Nase am Schaufenster des Leleland in der Gneisenaustrasse in Berlin-Kreuzberg plattgedrückt. “Ey kuck mal, ne Les Paul-Uke!” “Sieh dir mal die Tweed-Cases an, wachsen die noch?” und ähnliches sprudelte aus unseren offen stehenden Mündern. Ein Laden, der nur Ukulelen führt. Und Zubehör. Wir waren baff. Plötzlich nähert sich ein verschmitzt dreinschauender Herr und fragt: “Wollt ihr rein?” Spricht’s und zückt den Schlüsselbund. Die nächste halbe Stunde versuchen wir, sämtliche 150 (geschätzt) Instrumente der Reihe nach ausgiebig zu beäugen, belauschen und zu befingern. Der freundliche Besitzer des im Januar 2010 eröffneten Ladens führt uns lediglich Gitarre oder gar Bass spielende Grobmotoriker geduldig ein in die Welt des hüpfenden Flohs.

Sämtliche von der Gitarre bekannten Bauformen existieren hier: Klassik, Flattop, Archtop, Solidbody (Les Paul, Telecaster, Surfcaster), Resonator, mit Cutaway, mit Doppelsaiten etc pp. Weiter gibt es die verschiedenen Mensurlängen: Sopran (aka. Standard, g’ c e a), Tenor (ebenfalls g’ c e a), Bariton (d g b e?). Dann noch die sog. “low-g” Stimmung bei Sopran und Tenor, wo die 4. Saite eine Oktave tiefer klingt, also insgesamt der Gitarre ähnlicher. Gerade die oktavierte g-Saite aber macht für mich den Reiz dieses Instrumentes aus, so ergeben sich eben komplett andere, in der Regel “engere” Voicings.

Heute mittag habe ich meine Erforschung des Ladens vertieft, konnte ganz in Ruhe* die verschiedenen Modelle anspielen und mir “meine” Uke auswählen. Klar, dass 98% der dort angebotenen Instrumente aus China stammten. Ausnahmen: eine aus Portugal, ein paar tschechische (“europäische”), eine amerikanische Martin und zwei oder drei deutsche Ukulelen. Meine ist eine chinesische “Richwood” mit Nato-Korpus mit Mahagoni-Decke. Klang für mich subjektiv am preis-wertesten. Als Besonderheit hat die Richwood eine umwickelte C-Saite (das ist die 3. Saite), die sich ganz passabel ins Klangbild einfügt und die gefühlte Lautstärke erhöht. Die Mechaniken sind keine normalen Uke-Pegs, die keinerlei Übersetzung haben und das Stimmen zur Geduldübung machen, sondern übliche Gitarrenmechaniken.
Allerdings ist das Setup verbesserungsfähig: die Saitenlage über dem 1. Bund ist zu hoch, so dass besonders bei der C-Saite das bekannte Phänomen der – im Vergleich zur Leersaite – zu hoch klingenden gegriffenen Töne zum Tragen kommt. Hier wird die Sattelfeile zum Einsatz kommen müssen, evtl. sogar ein Kompensationsstäbchen für die Leersaite. Außerdem schnarren die Töne im 7. Bund der oberen beiden Saiten. Der 8. Bund muss somit etwas flacher gefeilt werden. Generell könnten auch die Bundenden besser verrundet sein. Insgesamt bin ich aber ganz zufrieden mit dem charmanten Klang der Zwergengitarre.

Das obige Foto habe ich aus dem Netz, genauer aus dem Forum des 1. deutschen Ukulele-Clubs (jaja, die Deutschen…), mein Handy-Akku war zu dem Zeitpunkt leer, so dass ich keine eigenen Fotos habe machen können. Ich gehe davon aus, dass es im Sinne des Besitzers ist, wenn der Laden auf diese Weise bekannt gemacht wird. Gerne hätte ich natürlich auch zur Webseite des Leleland verlinkt, aber die scheint noch nicht fertig zu sein. Dort wird es aber auch einen Shop geben, wo man Instrumente, Saiten und Zubehör online wird erwerben können.

*Während meines Beratungsgespräches betritt ein amerikanisches Pärchen mit 18 Monate altem Kleinkind den Laden. Grußlos macht sich die Frau an allerlei Instrumenten zu schaffen, während der Papa versucht, das Blag davon abzuhalten, sämtliche in Greifnähe befindlichen Gegenstände an sich zu reißen. Unterdessen unterhalten sie sich lautstark auf englisch. Wenn ich nicht so differenziert über Amerikaner denken würde, hätte ich bestimmt etwas geäußert wie “typisch ungehobelte, arrogante, großkotzige Gringos”. Die Frau konnte übrigens sehr gut mit der Ukulele umgehen. Der Ladenbetreiber trug’s mit Fassung und ging freundlich auf die beiden zu.

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klassische Vibrationen

Dieser Schönheit konnte ich bei meinem Besuch in Berlin neulich nicht widerstehen:

“Stratocaster Classic Vibe 50s” heisst das Modell, und das ist nicht wörtlich zu verstehen. Es gibt kein “V”-Halsprofil, keinen 7,25″ Griffbrettradius, keinen 3-Weg-Schalter. Dafür einen Erlenkorpus, einen schmalen 1-piece maple neck im leckeren Honig-Mantel (=getönter PU-Lack), mit “C”-Profil und 9,5″ Griffbrettradius. Außerdem einen RWRP-Mittelpickup für Brummunterdrückung in den Knopfler-Positionen, die dank des 5-Weg-Schalters einfach einzustellen sind. Im Original dann dieses golden eloxierte, gebürstete Alu-Schlagbrett, das mir doch etwas zu over the top ist.

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Tortoise-Schlagbrett drauf, Tex-Mex-Pickups rein (obwohl die originalen auch nicht schlecht sind), Earvana-Sattel drauf, fertig.

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Die Verarbeitung dieser in China gebauten Gitarre ist ziemlich perfekt, selbst mit kritischem Auge findet man keinen Makel. Das Spielgefühl ist Strat pur, der Sound ebenso. Ich überlege ernsthaft, auch noch das 60s-Modell zu kaufen (Erle, 3-tone sunburst, maple/rosewood neck, tortoise pickguard), für den gleichen günstigen Preis.

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Tablet

The Tablet [...] can be the computer that we buy our parents or grandparents without worrying that we’re signing ourselves up for years of painful tech support calls as they “lose” documents by saving them in the wrong folder, think they can’t save any more files because the desktop is full of icons, delete their browsers’ icons and tell us the internet is gone, keep five different antivirus products half-installed, and fill their RAM with programs they never Quit because they just close every window instead and don’t notice the tiny “running” dot in the Dock or know what it indicates.

That’s a powerful thing, if that’s what they’re going for.

Quelle

Wenn das so kommt, dann kauf ich ein Tablet für meine Mutter.

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Earvana

Jeder Gitarrist kennt das Problem: wenn die Gitarre nach einem Akkord, sagen wir E-Dur, gestimmt wird, klingen andere Akkorde, etwa C-Dur fürchterlich verstimmt. Es ist so, dass generell die gegriffenen Töne, verglichen mit den Leersaiten, im Verhältnis zu hoch klingen. Dieselben Gesetze, die eine Korrektur der Mensur am Steg erforderlich machen, gelten eben auch am Sattel. (Wikipedia-Eintrag hierzu)

Seit längerem gibt es Versuche, dies bei Gitarren auszugleichen. Ein bekanntes System ist das von Buzz Feiten, das einen fachkundigen Umbau und ein verändertes Stimmverfahren erfordert. (Wikipedia-Eintrag)

Bei meiner Art & Lutherie Parlor habe ich eine primitive, wenn auch unzureichende Lösung gefunden.

Eine einfachere Variante ist der Earvana-Sattel, den ich trotz des horrenden Preises für zwei Stück Plastik auf meine Strat montiert habe. Der Einbau erforderte einiges an Anpassung mit Schleifpapier, bis das Teil die richtige Breite, Tiefe und vor allem Höhe hatte. Nun sitzt er korrekt, und der Effekt ist erstaunlich. Wenn die Gitarre korrekt gestimmt ist, stimmen alle Akkorde mit Leersaiten! Unerhört!

Earvana

Hier mal ein Beispiel:

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Hackbook

Schon seit einiger Zeit juckte es mich in den Fingern, mal ein Experiment mit einem Netbook und Mac OS X zu machen. Nun hatte meine Liebste sich ein Herz gefasst und entschieden, dass ihr altes iBook (G3 500MHz, yes) in Rente kommt und dafür ein Handtaschen-kompatibles Netbook gekauft wird. Ich hatte ihr versichert, dass auf solchen Kisten auch das beste derzeit erhältliche Betriebssystem läuft.

Anleitungen für ein solches Unterfangen gibt es ja zuhauf im Netz, auch Listen mit kompatibler Hardware. Also haben wir in der Bucht nach einem Dell Mini 10v gesucht, das wird von informierten Kreisen als besonders kompatibel angepriesen. Zu meiner Freude gab es sogar eins, das a) noch nicht alt, also mit Garantie war, b) 2GB RAM schon drin hatte und c) bereits mit Mac OS X 10.6.1 veredelt war. Selbst die Original Snow Leopard-DVD war in Originalverpackung dabei. Zur Freude meiner Angebeteten hatte dieses Gerät sogar einen Ferrari-roten Deckel (der bei Dell wohl extra kostet). Das Ersteigern war für mich alten eBay-Sniper (und zwar ohne eins dieser unsportlichen Programme, die es dafür offenbar gibt) dann nur noch ein Klacks. Der Preis war okay.

Nun ist es also da, das Schmuckstück.


Das Design kann (natürlich) nicht mit den Apple-Geräten mithalten, dennoch wirkt die Kiste nicht billig. Die Ausstattung ist für den Einsatzzweck völlig ausreichend, ein SD-Kartenleser ist drin, Maus, iPod und USB-Stick lassen sich ohne Hub anschliessen. Die Festplatte ist geräumig (160GB), VGA reicht wohl für die meisten Beamer, 100MBit Ethernet ist da, wenn man es braucht. Einzig ein UMTS-Modul fehlt. Mit knapp 1,3kg ist das Teil erstaunlich schwer.

Nach Druck auf den Power-Button meldet sich der vertraute Apfel auf grauem Hintergrund. Kurz darauf wird man vom Snow Leopard-Desktop begrüßt. Zunächst wird mal ein neuer Benutzer angelegt, Dropbox installiert sowie die Einstellungen angepasst. Im Prinzip läuft alles wie gewohnt. Dazu gehören

  • WLAN (802.11a/g/n)
  • Bluetooth 2.1
  • Schlafmodus (inkl. pulsierender Power-Leuchte vorne am Gerät)
  • Kamera (wenn auch mit schlechterer Qualität als bspw. im MacBook)
  • Audio (gar nicht mal soo schlechter Sound über die eingebauten Speaker)
  • Lautstärke- und Helligkeits-Tasten
  • automatisches Runterregeln der Display-Helligkeit im Akku-Betrieb

Ausnahmen:

  • Einige Fenster (insbesondere bei den System- und Programmeinstellungen) sind tatsächlich zu hoch für die 600 Pixel, die das Display in der Höhe hat. Lösbar ist das, indem man folgendes im Terminal eingibt: defaults write -g AppleDisplayScaleFactor 0.8
    (Der User “amutti” aus dem mydellmini.com-Forum hat ein nettes kleines Menüleisten-Programm gebastelt, mit dem das on-the-fly geht: get it here.)
  • Das Bluetooth-Modul lässt sich nicht abschalten, jedenfalls nicht über das entsprechende Menulet. Aussen am Gerät oder auf dem Keyboard habe ich auch keinen Knopf gefunden.
  • Mehrere gleichzeitige Kopiervorgänge im Finder über WLAN bringen den Prozessor anscheinend an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Beachball galore.
  • YouTube HD ruckelt.
  • Das Trackpad ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist klein und reagiert oft sehr empfindlich auf Fingerbewegungen. Für mich fast unbrauchbar und Fluch-provozierend. Besser, man hat eine kleine Maus dabei.
  • Das “About this Mac”-Fenster zeigt den Prozessor als “Unbekannt” an.

Noch nicht ausprobiert habe ich BootCamp (müsste gehen), Booten von USB, Booten von SD-Card und Hibernate. Zur Akkulaufzeit kann ich auch noch nichts sagen.

Fazit: zur Zeit die preiswerteste Variante von mobilem Mac-Feeling.


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