Die letzten drei Jahre hatte ich ein MacBook als Hauptrechner. Davor einen iMac und ein PowerBook. Das ewige Synchronisieren zweier Benutzerordner war mir irgendwann zuviel geworden. Den kleinen 13″ Desktop habe ich mit einem externen TFT erweitert, und das ging auch ganz gut. Nun ist ja das MacBook (2GHz, 2GB, 320GB) mittlerweile nicht mehr soo die Rakete, performance-mäßig. Ich wollte wieder einen Desktop-Rechner. Also habe ich mir einen refurbished, d.h. generalüberholten iMac 20″ (das kleine Modell, erweitert auf 4GB) im AppleStore gekauft. Der hatte sogar schon eine 10.6-DVD dabei.
Die Migration der Daten per Migrationsassistent vom MacBook (FW target mode) war überhaupt kein Problem. Der Rechner ist schnell genug, der Bildschirm groß und hell (erheblich heller als beim MacBook) und ohne Pixelfehler. Damit macht Logic wesentlich mehr Spaß als mit dem MB. Snow Leopard ist auch ein Gewinn, bisher hab ich damit wenig Probleme, sieht man von den nicht mehr unterstützten Kontextmenü-Erweiterungen ab. Das Problem mit den Safari-Plugins kann man lösen, indem man Safari im 32-bit-mode starten lässt. Ansonsten: ein tolles OS ist noch ein bisschen besser geworden. Neue “Fietschers” hab ich nicht vermisst.
Was das Synchronisieren angeht, so benutze ich nun Mail und IMAP statt Entourage und POP, die Feeds synchronisiere ich über Google Reader. Die Kalender (iCal), das Adressbuch sowie diverse Job-relevante Files sind in der Dropbox. Ist alles etwas einfacher als früher. In etwas weniger als einem Jahr werde ich wohl noch AppleCare dazu kaufen. Hat mir beim MB mehrmals gute Dienste geleistet.
A propos MB: die AirPort-Software scheint (seit etwa 10.5.6) wirklich Schrott zu sein. In 80% der Fälle bekomme ich keine Verbindung, obwohl der Router drei Meter weiter steht. Oft geht es erst nach etlichen Versuchen. Der Rechner wird dadurch als Mobilrechner fast unbrauchbar. Vielleicht mach ich in den nächsten Tagen mal einen clean install.
Apfelnews
Roadster reloaded, Pt. 2
Squier “Strat”
Neulich “in der Bucht geschossen”:


Da ich mir kein teures Hobby leisten kann, bin ich dazu übergegangen, billige Gitarren zu sammeln und gegebenenfalls auch wieder zu verscheuern. Verlust habe ich dabei noch nie gemacht. Diesmal also eine chinesische Stratocaster-Kopie, wo immerhin Squier und irgendwo ganz klein gar Fender draufsteht. Gebraucht für 80 Euro, inklusive Versand. Welche Strat das genau sein soll, weiss ich nicht, jedenfalls hat sie die große 70er Jahre Kopfplatte und dazu ein 3-Ton Sunburst, das je nach Lichteinfall eher nach 2-Ton aussieht.

4-Punkt Halsbefestigung, Standard-Tremolo, drei Einspuler, klassische Schaltung ohne Tonregler für den Steg-PU, einlagiges Schlagbrett mit 8 Schrauben. Also ein ziemlicher Epochen-Mix, was die Zutaten angeht.
Der Hals (Ahorn/Palisander) fühlt sich für meine Hände gut an, kräftig, mit einem leichten “V”. Die Griffbrettwölbung schätze ich auf 9,5″, also runder als bei den modernen Strats aber nicht so rund wie die ganz alten. Die Mechaniken sind billigst und wurden durch Kluson-Mechaniken ersetzt. Ein paar Bünde haben Kerben, eine Neuabrichtung ist aber noch nicht nötig. Der Stahlstab funktioniert, wie er soll.
Der Korpus ist wohl aus Agathis, 3-teilig (?) und hat die eine oder andere Macke, aber das stört mich nicht. Das Tremolo ist für mich unbrauchbar, zu sehr leidet die Stimmung unter dem Gebrauch. Mir egal, ich hab nen Holzklotz dahintergeklemmt und den Hebel weggeworfen
. Fördert den guten Ton.

Angeblich sollten ein oder zwei Brückchen defekt sein, zwei Spritzer WD-40 haben diese “geheilt”.

Die Schaltung ist wie gesagt klassisch. Das Volume-Poti brauchte Kontaktspray. Das hintere Tonpoti habe ich zum Master-Ton umgelötet, das mittlere Poti regelt in Position 4+5 den Hals-PU direkt auf den Ausgang, so dass nun auch die Tele-artige Kombination Hals + Steg-PU möglich ist. Die Mechaniken habe ich ausgetauscht.

Ich habe zunächst den Stahlstab gespannt (er war fast ganz entspannt), die Brückchen geschmiert, die Elektrik entstaubt und schließlich 11er Saiten aufgezogen. Nun bietet die Gitarre brauchbare generische Strat-Sounds bei komfortabler Bespielbarkeit. Die Knopfler-Positionen sind brummfrei. Ich finde sie akustisch (“unplugged”) ziemlich laut und lang ausklingend.
Die Pickups sind nicht wirklich gut. Sie haben keine Stabmagnete sondern Polepieces, die von unten durch einen Barrenmagneten magnetisiert werden. So klingen sie etwas dünn. Außerdem sind sie ziemlich mikrofonisch. Schon bei Position 3 des Volumepotis auf dem heißen Kanal meines Peavey DeltaBlues 210 pfeift es höllisch. Also flugs Ersatz besorgt: Fender Tex Mex Strat-Pickups, eine günstigere Variante der bekannten Texas Specials. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch die 500kΩ-Potis gegen 250kΩ-Typen getauscht.
Eigentlich wollte ich eine Gitarre haben, auf die ich den Multibender packen kann, aber das kann noch ein bisschen warten.
[Update] Mit der Gitarre bin ich im Earvana.
Michael Jackson – R.I.P.
Die großartigen Nickel Creek erweisen Jacko Respekt:
(OK, das ist schon ein paar Jahre her, dennoch…)
hilarious
Muss ich mir für’s nächste Mal merken…
